Geostationäre Wettersatelliten

Geostationäre Satelliten fliegen auf einer Höhe von 35.800 km über dem Äquator. Da sie sich mit derselben Winkelgeschwindigkeit um die Erde drehen, wie die Erde um sich selbst, bleiben sie von der Erde aus gesehen an einem festen Punkt über der Erde stehen. Die Meteosat-Satelliten müssen zusätzlich noch um ihre eigene Achse rotieren, um sich zu stabilisieren (siehe zur Erklärung den Artikel Drehimpulserhaltung).

Geostationäre Satelliten haben den Vorteil einer hohen zeitlichen Auflösung; man erhält ca. alle 5 bis 30 Minuten ein neues Bild und kann somit die zeitliche Entwicklung von Wettersystemen gut beurteilen. Ein großer Vorteil liegt auch darin, dass bei jeder Aufnahme derselbe Bildausschnitt erfasst wird und somit auch Satellitenfilme, so genannte Loops erstellt werden können. Sämtliche auch aus den Medien bekannte (Wetter-) Satellitenfilme stammen von geDrehimpulserhaltungostationären Satelliten. Die räumliche Auflösung liegt im Kilometerbereich (ca. 1 bis 5 km im Subsatellitenpunkt, also im Punkt der Erdoberfläche senkrecht unter dem Satelliten). Zu den Polen und Bildrändern hin wird die Auflösung jedoch immer schlechter, weil dort keine senkrechte Aufsicht durch den Satelliten mehr möglich ist.

Da ein geostationärer Satellit nur ca. 2/5 der Erdoberfläche abdeckt, ist ein internationaler Verbund von Satelliten notwendig.

Zur Zeit (Mitte 2005) sind folgende geostationären Satelliten im Einsatz:

  • zwei Meteosat-Satelliten von Eumetsat (Meteosat-8 bei 3° westlicher Länge und Meteosat-5 bei 63° östlicher Länge)
  • drei Satelliten vom GOES-Typ sowie Satelliten der amerikanischen Wetterbehörde NOAA (bei 75° und 135° westlicher Länge, sowie bei 155° östlicher Länge)

weitere Satelliten, die als Back-up dienen und deren Daten nur ausgewertet werden, falls einer der anderen Satelliten ausfällt, z.B. für die Forschungssonde Envisat der ESA